Zevener Zeitung - 21.10.13

Autorin: Frauke Hellwig

Feurige Klänge aus Louisiana

Foto: Frauke Hellwig
Foto: Frauke Hellwig

ZEVEN. Das Wort „Cajun“ klingt schon nach Schärfe, nach der drückenden Schwüle der Sümpfe des Mississippi-Deltas in Louisiana. Und genauso klingt auch die Musik der Menschen, die dort lebten und leben. Eine bunte Mischung aus Walzer, Polka, Folk, französischen Einschlägen und Aspekten von Country und Blues. Schwungvoll, lebenslustig und mitreißend – so wie auch das Konzert von Cajun X im MGH. Von Frauke Hellwig

 
Christiane Träger, Hajo Olfs, Matthias Zeisig, Gerd Rudlof und Manfred Fränkel (von links) und Sängerin Claudia Buhmann(vorne) heizten als Cajun X ihrem Publikum im Mehrgenerationenhaus mächtig ein.

 

Die Gruppe Cajun X nahm ihre Zuhörer mit auf eine spannende Reise in den Süden der USA, ins Mississippi-Delta, wo französisch-stämmige Siedler – die so genannten Cajuns – in einer mehr als 250-jährigen Entwicklung eine Musik eigener Prägung hervorgebracht haben. Verschiedene kulturelle Einflüsse machen sie zu einem Genre, denn neben französischen hat Cajun-Musik auch irisch-schottische, karibische und indianische Wurzeln. Eine vielfältige Mischung aus Zydeco, Country, Folk, Pop und Rock ’n‘ Roll, die mitreißend und abwechslungsreich arrangiert wurde und vom ersten Stück an in die Beine ging.

Die Fröhlichkeit, die Frische und die Spritzigkeit der Musik sprangen auf die Zuhörer über. Manfred Fränkel erläuterte die historischen Zusammenhänge der Musik und übersetzte auch einige Texte, denn die meisten Stücke waren auf Französisch oder Englisch – und dabei von der Wortwahl nicht gerade zimperlich.

Es gab auch selbst geschriebenen Stücke oder eingedeutschte Texte, die dem Konzert noch eine besondere Würze verliehen. Und das kam beim Publikum bestens an. „Herrlich, man möchte sofort mitspielen“, sagt Thomas Müller ganz begeistert. „Man merkt den Musikern an, dass sie die Musik wirklich leben.“ Die Stimmung in der Pause ist heiter und gelöst und man freut sich auf den zweiten Teil. „Ich wusste nicht, was mich hier erwartet, finde die Musik aber sehr schmissig und mitreißend. Es juckt einen in den Knien und man möchte fast mittanzen“, sagt auch Rolf Bock. Ein gelungener Abend mit musikalischen Hochgenüssen, die definitiv Lust auf mehr machen.

 

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Cajun, Zydeco, Country, Folk, Swamp-Rock-Pop'n'Roll

Eine äußerst unterhaltsame musikalische Entdeckungsreise ins Mississippi-Delta.

Kulturgeschichte, die in die Beine geht und gute Laune macht.

See you later, alligator !